Gerade in
der aktuellen Situation setzen wir mit unseren Oster-Plakaten
ein Zeichen der Hoffnung.
DIE PLAKATE
Viele erleben die derzeitige Kultur der Einschränkungen negativ. Sie nimmt die schönen Dinge des Lebens und lässt dieses dunkel, eintönig und hoffnungslos erscheinen.
An Ostern feiern wir als Christ*innen die Hoffnung auf das Leben. Auch wenn der Alltag zur Zeit dunkel erscheint, glauben wir daran, dass diese Dunkelheit ein Ende hat. Denn das Licht ist stärker als sie. Ostern zeigt uns, dass selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens, wie dem Tod, das Licht stärker sein wird. Diese Hoffnung auf das Licht und das Leben geben wir für unseren Alltag nicht auf. Wir glauben daran!
Seit Beginn der Pandemie ist vieles schwieriger geworden. Es
gibt unzählige neue Regeln und Empfehlungen. Das ständige
Schließen und Lockern hinterlassen Spuren.
Doch als Christ*innen geben wir die Hoffnung nicht auf und
bewundern alle, die in diesen Zeiten zusammenhalten: Familien,
Pflegekräfte, Nachbarschaften, Schulgemeinschaften, Firmen und
ihre Angestellten, Krisenstäbe, und viele mehr.
Für uns zeigt sich gerade in diesen Zeiten, wie segensreich es ist für andere Menschen da zu sein, zusammenzuhalten und so gemeinsam durchzuhalten. Das bewundern wir!
In diesen Tagen wird viel diskutiert, was verantwortungsvoll
ist. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die christlichen
Kirchen mit ihrem Recht auf Religionsausübung auf dem Prüfstand
stehen. Doch auch wenn mit gutem Grund auf den Besuch oder gar
die Feier von Präsenzgottesdiensten verzichtet wird, fällt
Ostern nicht aus.
Ostern ist so viel mehr als die Feier von Gottesdiensten.
Ostern ist der Kern des christlichen Glaubens. Eine Hoffnung,
die im Leben trägt. Die Botschaft, dass der Tod nicht das Ende
ist, ist so zentral, dass wir uns jeden Sonntag daran erinnern.
Die Feier der Gottesdienste ist ein Weg das zu zeigen, aber
diese Hoffnung lässt sich ebenso in unseren Alltag integrieren:
Als Grundhaltung in einem stärkenden Kaffeetrinken, einem
gemeinsamen Festmahl, auf einem Spaziergang, bei einem guten
Buch oder in Gesprächen über Gott und die Welt. Darüber sind
wir froh!
OSTERGRUSS
Das Wort von Misereor - "Es geht! Anders." - auf das Osterfest hin angewendet, lässt mich fragen, ob dieses Wort mein Wort für Ostern ist, oder ob es Gottes Wort an Ostern für mich ist. Wenn ich dem innerlich nachgehe und dem Gedanken Raum gebe und es damit einfach Gott in den Mund lege, dann steckt darin eine gewaltige Zusage. ER sagt mir das in dieser Zeit, die uns alle in so große Ungewissheit und eine Zeitenwende stellt. „Es geht!“ heißt ja zunächst einmal ganz schlicht, dass es keinen Stillstand gibt, dass es weitergeht. Und damit sagt es aber auch, dass es anders weitergeht und vor allem weitergehen kann.
Mit Ostern verbunden sagt dieses Motto, dass es angesichts des Todes geht und auch anders geht. Die Erfahrung von über einem Jahr Umgang mit dem Corona-Virus ist auch eine Erfahrung von Vergänglichkeit, von Sterben und Tod. Und wir – die Überlebenden – müssen damit umgehen lernen, vielleicht neu umgehen lernen, dass nicht alles geht, was wir denken, planen und wünschen, dass wir nicht alles in der Hand und unter Kontrolle haben. Im Gegenteil: auf geradezu schockierende Weise wurde uns deutlich, dass das „Höher, Schneller, Weiter“ in allen Bereichen menschlichen Handelns und Denkens funktioniert hat. Panikartige Käufe und Bevorratung vor einem Jahr waren ja der Ausdruck einer verzweifelten Form, das Leben doch wieder in den Griff zu bekommen. Aber weder Toilettenpapier, noch Hefe oder Mehl in üppigsten Mengen, sind Mittel zur Rettung oder für das Heil, das mehr ist als körperliche Existenz.
Wenn ich es also Gott in den Mund legen darf, so sagt ER mir an Ostern: „Es geht! Anders.“ Der Tod und die Auferstehung Jesu werden zum Zeichen und zum Beweis, dass Leben geht!
Mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu geht nämlich eine tiefe Hoffnung einher, die das Leben anders macht. Reicher, gegründet auf Hoffnung und nicht von der Angst besetzt, etwas zu verpassen. Und ich bekomme das alles von Gott geschenkt, muss mich nicht darum prügeln und in eine Warteschlange stellen.
Ostern 2021 ist Ostern in der Corona-Zeit! Und genau deswegen können auch wir voller Hoffnung sagen: „Es geht! Anders.“
Frohe Ostern Ihnen allen,
Ihr Propst Markus Pottbäcker
MEHR INFOS
Informationen zu allen Angeboten rund um Ostern in der Pfarrei St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer findest du auf unserer Internetseite